UND DANN . . . VIETNAM
Mein Leben begann wie alle mit einem Schrei,
doch dann lief alles anders als normal.
Meinen Vater kannte ich nicht,
meine Mutter war anormal.
Ich war imme allein im Leben.
Als ich zwanzig war verfluchte ich alles.
Und dann - dann mußte ich nach Vietnam.

Ich hatte nur einen Freund dort drüben.
Er kam aus der gleichen Stadt wie ich.
Mit ihm verstand ich mich am besten,
doch eines Tages verließ er mich.
Wir zogen in das Feld.
Wir gingen in eine Falle.
Und dann - dann starb er in Vietnam.

Er starb vor meinen Augen
von zahllosen Kugeln durchsiebt.
er hatte nicht geschossen,
weil er den Krieg für Wahnsinn hielt.
Er wollte nicht töten
und wurde getötet.
Und dann - dann starb er in Vietnam.

Ich lief in den Wald, den besetzten, hinein
und sah das Elend unserer Feinde.
Da wußte ich, daß Johnson lügt,
denn alle Menschen sind unsere Freunde.
Ich verstand die Vieteong nur zu gut
ihren Kampf, dessen Sinn.
Und dann - dann sah ich klar, in Vietnam.

Wieder kämpfen mußte ich gegen Vieteong,
weil ich heil war mußte ich zurück.
Mich ereilte mein Schicksal, ein Bein war weg,
denn diesmal hatte ich kein Glück.
Doch ich kam in das Lager zurück
und kam ins Lazarett.
Und dann - dann wünschte ich mir Johnson in Vietnam.

Zahllose Stunden lag ich hier
dachte über alles Elend nach.
Und dann, dann wurde mir bewußt
die Menschen sind verdammt schwach.
Ich fluchte auf mich
verflucht mein sein.
Und dann - dann verfluchte ich Vietnam.

Ich fluchte und schrie, bis der Doc endlich kam
und alle dachten, es wär' um mich gescheh'n.
Doch der Arzt sagte nur: "Er muß weg von hier
oder er wird zugrundegeh'n."
Und ich dankte dem Arzt
und verfluchte die Welt.
Und dann - dann kam ich weg von Vietnam.

Ich hatte Schwein und kam nach haus'
doch mir fehlte ein Bein.
Das Leben war noch schlimmer als zuvor.
Jede Nacht hörte ich ihn schrein.
Ihn, meinen Freund
und dann wachte ich auf.
Und dann - dann dachte ich an Vietnam.

Bald darauf hielt er sie nicht mehr aus,
die Träume von Vietnam.
Er holte sich ein Messer und machte Schluß
mit sich und dem Traum von Vietnam.
Man fand ihn tot
im Blute liegend.
und dann - dann war es aus mit Vietnam.

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